Vilnius / Wilna In Karte lokalisieren

Christianisierung und Stadtrecht:

In einem Schreiben aus dem Jahr 1323 lud der Großfürst von Litauen Gediminas Christen aus aller Welt ein, sich in Wilna/Vilnius niederzulassen. Litauen war damals das letzte noch nicht christianisierte Territorium in Europa. Auf dem Gebiet des heutigen Vilnius befanden sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Siedlungen mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen: heidnischen Litauern, christlich-orthodoxen Ruthenen, katholischen deutschsprachigen Zuwanderern.

Im Jahr 1386 ließ sich der Großfürst von Litauen Jogaila (poln. Jagiełło) taufen, um eine Ehe mit der polnischen Königstochter Jadwiga einzugehen. In direktem Zusammenhang mit der Annahme des Christentums stand die Verleihung des Magdeburger Rechts an Vilnius. Dadurch wurden die verschiedenen Siedlungen zu einer Stadt zusammengeführt.